Für das Süddeutsche Zeitung Magazin durfte Autorin Veronika Rivera im großen Interview unter anderem die Frage beantworten, was sie machen würde, wenn ihr Kind, das früher gerne Insektenhotels gebaut hat, als Teenager übers Wochenende nach Mallorca fliegen möchte.

Und so sieht zusammengefasst die Antwort der Autorin des Buches „Kindheit am Kipppunkt“ auf diese spannenden Frage aus: „Ich habe den Grundstein gelegt und letztendlich muss mein Kind eigene Entscheidungen treffen. Die Teenagerzeit ist eine Zeit der Abnabelung. Wenn das Kind jetzt in eine andere Richtung geht, ist das eine Form von Abgrenzung, die ganz natürlich ist. Ich hoffe aber natürlich, dass ich einen Menschen begleitet habe, dem die Welt nicht egal ist – weil er gemerkt hat, wie schön sie ist – und dass er irgendwann wieder auf diesen nachhaltigeren Weg zurückfindet.“

Weiter sagt sie: 

„Klar würde ich mit meinem Kind darüber sprechen, aber es kommt auch auf die Umstände an: will mein Kind alleine mit einer Freundin/einem Freund fliegen? Oder ist da die ganze Schulklasse involviert? 

Bei letzterem würde ich keinen Druck ausüben, mein Kind trägt nicht die ökologische Verantwortung, und muss sich nicht gegen die Klassenentscheidung stellen. 

Ich kenne aber auch ökologisch so bewusste Teenager*innen, die in diesem Fall gesagt haben: ,Ohne mich, ich fliege nicht.‘ 

Finde ich stark. Aber grundsätzlich bin ich ja sowohl beim Aktivismus als auch bei individuellen Entscheidung der Überzeugung: 
Die Verantwortung in der Klimakrise liegt bei den Erwachsenen. 

Als Mutter den Lehrkräften Impulse geben, ob die Klassenreise dieses Jahr nicht zu einem Ziel per Zug gehen könnte – dagegen spricht meiner Meinung nach wenig.“

Das gesamte Interview gibt es hier online zum Nachlesen.